Trainerhöschen statt Windeln – Test & Erfahrung

Töpfchen mit Trainerhöschen im Gras

Trainerhöschen – was ist das eigentlich? Meine Erfahrung zeigt, dass die wenigsten wissen, worum es sich dabei handelt. Kennt man den Begriff “Trainerhosen” doch vor allem aus dem Sport. Dabei geht es hier nicht um Fitness-, sondern um’s Töpfchentraining. Die Phase also, in der man sein Kind ans Töpfchen gewöhnen möchte und den Abschied von der Windel feiern.

Trainerhöschen von Fratzhosen im Gras Wer nicht darauf warten will, bis das Kind vielleicht irgendwann von selber keine Windel mehr möchte und dann (mit etwas Glück) von einem Tag auf den anderen trocken ist, der startet irgendwann eine Töpfchen-Angewöhnung.

Ich verwende lieber diesen Begriff, obwohl am Wort Training nichts falsch ist, aber kritische Stimmen sehen darin eher eine Dressur zu Lasten des Kindes, wie es früher vielleicht der Fall war, heute aber nicht mehr so sein muss. Darüber habe ich auf meinem Blog ausführlich berichtet. Lest hier, wie unsere Mädchen mit 18 bzw. 20 Monaten ohne Druck trocken wurden.

Zeit der Töpfchen-Angewöhnung

Wer also ab ca. 9-18 Monaten (darunter sind die meisten Trainerhöschen noch zu klein) mit der Töpfchen-Angewöhnung startet, der wird natürlich selten von heute auf morgen komplett trockene Tage haben.

Auch wenn man anfangs das Kind viel nackt lässt und zuhause ist, so kommen doch Momente, in denen man mal (länger) unterwegs ist und evtl. auch in Situationen kommt, in denen man eine offensichtliche Panne vermeiden will – sei es bei Freunden auf dem Designersofa, in der Kita oder an der Supermarkt-Kasse.

Eine Pfütze ist dann oft für beide sehr unangenehm. Eine Windel anziehen kommt aber auch nicht in Frage, denn man will seinem auf gutem Weg zum Trocken werdenden Kind keine falschen Signale geben.

Windel – Trainerhöschen – Unterhose

Trainerhöschen auf einem Stapel mit waschbaren Lappen Hier kommen die Trainerhöschen (auch Trainingshöschen oder Trainings Unterhose bzw. Trainer Unterhosen genannt) ins Spiel – als Zwischenstufe von der (Stoff-)windel zur Unterhose, im kurzfristigen Einsatz als Back-Up für allfällige Pannen.

Denn, je nach Situation (Alter des Kindes und wie vorher gewickelt wurde), kann es mehrere Wochen dauern bis man auf der sicheren Seite ist, das Kind zuverlässig ansagt, wenn es mal muss und auch unterwegs innert kurzer Zeit ein Töpfchen o.ä. zur Verfügung steht.

Gerade noch kleinere Kinder halten lieber ein als dass sie auf einer fremden, grossen Toilette oder im Gebüsch abgehalten ihr Geschäft erledigen...

Es ist durchaus möglich, dass man Trainerhöschen nur selten braucht oder lieber ganz darauf verzichten möchte, denn gerade am Anfang in der noch sensiblen Phase, fühlt sich das etwas dickere Trainerhöschen mitunter nicht anders an, als eine Windel, worauf das Kind denkt, es könne/dürfe problemlos in diese machen. Ich rate deshalb davon ab, Trainerhöschen öfter als 1x täglich einzusetzen, besser sogar nicht öfter als alle 2-3 Tage…

Unabhängig davon können Trainerhöschen, sind sie klein genug, auch als Back-up bei etwas grösseren Windelfrei-Babys zum Einsatz kommen, die nur wenige Pannen haben. Sie können ganz einfach mit der Hose runter gezogen werden, wenn man das Baby abhalten möchte.

Meine Trainerhöschen Erfahrung

Töpfchen mit Trainerhöschen im Gras Meine Erfahrung bei 2 von 3 Kindern hat gezeigt, dass der gezielte und nicht zu häufige Einsatz von Trainerhöschen nicht schadet. Ich habe sie jeweils für oben bereits genannte Situationen verwendet, aber nicht immer.

Oft war ich auch mutig und habe lediglich eine Hose, allenfalls noch mit normaler Unterhose (nach ein paar Wochen) angezogen. Hat das Kind zuhause gerade ins Töpfchen gemacht, bin ich auch recht sicher los da es unterwegs meist super einhält und oft sogar wartet bis man wieder zuhause ist.

Dennoch: die Trainerhöschen kamen gerade in den ersten paar Wochen regelmässig zum Einsatz, so 2-4x die Woche etwa. Manchmal blieben sie trocken, manchmal wurden sie nass…

Trainerhöschen im Test

Trainerhöschen im Gras Ich habe Erfahrungen mit verschiedenen Trainer-Höschen. Während ein mittlerweile leider nicht mehr erhältliches Modell mir schon bei der Grossen (mittlerweile 6,5 Jahre alt) tolle Dienste leistete, da sie fast so dünn war wie eine Unterhose, aber erstaunlich gut saugte, scheinen die aktuelleren Modelle eher dicker zu sein.

Unabhängig von diesem Test kenne ich noch die Bambino Mio und die Blueberry. Die Bambino Mio ist die dünnste, sie lässt aber auch relativ viel durch. Sie war dafür eine Zeit lang sogar in der Migros (Grossverteiler in der Schweiz) erhältlich.

Trainer Höschen sind fast so unterschiedlich wie Stoffwindeln

Bambino Mio Trainerhöschen
Bambino Mio Trainer Höschen

Im aktuellen Test (sh. Fotos) waren je ein Trainerhöschen von Anavy, ImseVimse (weisser Bund) und Rumparooz Ecoposh (orange). Allen gemeinsam ist wie gesagt, dass sie eher dick sind und entsprechend an der Luft oder nach der Schonstufe im Tumbler, auch relativ lange brauchen um komplett trocken zu sein (länger als 24h drinnen).

Wenn man aber 3-4 Trainer sparsam verwendet, ist das weniger problematisch. Trotzdem unterscheiden sich die Trainerhöschen deutlich in ihrem Erscheinungsbild. Die Passform ist ähnlich. Alle sind relativ schmal geschnitten.

  • ImseVimse

    Anavy – die Windel-Ähnlichste: Sie kommt mit 2×2 Reihen Seiten-Snaps und relativ grossem Saugvolumen, weshalb sie auch nachts eingesetzt werden kann oder sich für Kinder eignet, die partout keine richtige Windel mehr wollen da sie mit Gummizug am Bauch prima selber an- und ausgezogen werden kann. Die Snaps erleichtern das Wechseln unterwegs oder bei Stuhlgang. Erhältlich in 3 Grössen und 7 Designs.

  • ImseVimse – die Schmale: Aus Bio-Baumwolle, trägt dank Jersey-Aussenhülle wenig auf. Das Bauchbündchen sitzt auch an schlanken Kindern gut. In 5 Grössen und 6 Designs erhältlich.
  • Rumparooz EcoPosh Trainerhöschen
    Rumparooz EcoPosh Trainer Höschen

    Rumparooz Ecoposh – die Ökologische: Die Aussenschicht besteht zum Teil aus recycelten Wasserflaschen. Die Innenschicht ist durch Bambus-Velours einfach wunderbar weich (und bleibt es auch). In 3 Grössen und 5 Farben erhältlich. In der kleinsten Grösse auch für Windelfrei-Babys als Back-up geeignet.

  • Waschbare Lappen: die Frottee-Waschlappen (pink und gelb, sh. Foto weiter oben), die ich zum Testen erhielt, sind wunderbar weich und trocknen schnell. Man kann sie prima als zusätzliche Einlage im Trainer-Höschen verwenden wenn man mal auf Nummer sicher gehen möchte. Ich nutze sie gerne zum Waschen von Gesicht und Händen der empfindlichen Baby-Haut und natürlich kann man sie auch zum Trocknen des Pos nach dem Pipi machen nutzen.

Vielen Dank an Fratzhosen für die Test-Möglichkeit!

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